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Anwendungsbereich (Scope) im BCM🔗

Der Anwendungsbereich legt fest, auf welchen Teil deiner Organisation sich das jeweilige BCM-Projekt bezieht. Nur die im Scope verknüpften Objekte werden in BIA, Risikomanagement und Plänen berücksichtigt.

Typische Beispiele für Scopes:

  • „Security 2025 – zentrale Kernprozesse“
  • „Produktion Standort A“
  • „Kritische IT-Services für Kunden“

Ziel des Scopes🔗

Mit einem sauber definierten Scope erreichst du:

  • eine klare Abgrenzung, welche Prozesse und Ressourcen betrachtet werden,
  • fokussierte BIA- und Risikobetrachtungen,
  • bessere Nachvollziehbarkeit für Audits und Zertifizierungen.

Scope anlegen🔗

  1. Öffne das BCM-Modul.
  2. Wechsle in die Kachel Anwendungsbereich.
  3. Lege einen neuen Scope an oder wähle einen bestehenden Scope aus.
  4. Vergib:
    • einen eindeutigen Namen,
    • eine Beschreibung,
    • optional eine verantwortliche Person.

Prozesse und Ressourcen verknüpfen🔗

Innerhalb eines Scopes kannst du folgende Objekte verbinden:

  • Prozesse
  • Infrastruktur
  • Hardware
  • Software
  • Service Provider
  • Daten
  • Personal

Vorgehen zum Verknüpfen (Beispiel Prozesse):

  1. Öffne den Scope.
  2. Wähle den Abschnitt Prozesse.
  3. Klicke auf Prozesse verbinden.
  4. Im angezeigten Dialog werden alle Prozesse gelistet, die noch nicht mit diesem Scope verknüpft sind.
  5. Wähle einen oder mehrere Prozesse aus.
  6. Bestätige die Auswahl (je nach Systemkonfiguration ohne oder mit Abhängigkeiten).

Die gleiche Logik gilt für Infrastruktur, Hardware, Software, Service Provider, Daten und Personal.

Mehrfachauswahl

Du kannst in der Auswahlmaske direkt mehrere Einträge markieren und in einem Schritt verknüpfen – gerade bei größeren Umfängen spart das viel Zeit.


Abhängigkeiten nutzen🔗

Wenn in der Inventarisierung bereits Abhängigkeiten zwischen Prozessen und Assets gepflegt sind (z. B. Input-/Output-Assets, Prozessketten), profitieren BIA und Risikomanagement davon:

  • In der BIA siehst du schnell, von welchen Ressourcen ein Prozess abhängt.
  • Du kannst SPOFs (Single Points of Failure) kennzeichnen.
  • Strategien und Pläne lassen sich gezielt auf kritische Ressourcen fokussieren.

Auswirkungen des Scopes auf andere BCM-Bereiche🔗

  • In der BIA werden nur Prozesse im ausgewählten Scope bewertet.
  • Im Risikomanagement erscheinen nur die Ressourcen, die zum Scope gehören.
  • In Strategien, Fortführungs- und Kommunikationsplänen wird der Scope als Filter verwendet.
  • Im Audit-Management kannst du Audits scope-spezifisch planen und auswerten.

Stelle daher sicher, dass der Scope immer aktuell ist, insbesondere wenn Prozesse neu hinzukommen oder aus dem Geltungsbereich fallen.